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Hallo

Soulsisters haben jetzt ihren eigenen Blog!

soulys verlinken 24.6.06 00:10, kommentieren

Nettersheim

Wir schreiben das Jahr 2006, genauer gesagt den 15. Juni 2006...Nun endlich fand der langersehnte FAK-Wandertag der Klasse 9f statt. Stellen wir uns nun die Frage, was ein FAK-Wandertag ist und vergessen sie auch gleich wieder. Wichtig ist nur, wozu er dient; Lehrer: zur Festigung der Klassengemeinschaft, Schüler: zum Party machen!
Obwohl Schüler des Wirteltor Gymnasiums und "Elite der Landes" (Fr. Queren-Shibli) wissen sollten, dass der Feiertag Happy-Kadaver mal wieder anstand und sämtliche für das leibliche Wohl sorgende Geschäfte (für etwas Einfältigere: Fressbuden) geschlossen haben, fanden sich trotzdem einige Schüler vor geschlossenen Toren des "Gasthofes zum goldenen M" ein.
Erst nach einer einstündigen, lauten und erheiternden Busfahrt, erfuhr die Klasse, dass die weibliche Begleitperson nicht in Herrn Mauels Tasche (bereit zum aufblasen) wartete, sondern in einem Smart(ie) mit Leverkusener Nummernschild vorfuhr. Es handelte sich um...tatatata...Herr Mauels Tochter genannt Herr Mauels Tochter.
Nach einem blutrünstigen Kampf ums Überleben bzw. die Zimmerverteilung, markierten Johanna, Diana, Elena und die Soulsisters im hinteren Teil des Ganges ihr Revier mit Klamotten, Kosmetik, iPod-Log-Stations etc. Nachdem die Bewohner auch die Zimmer der Anderen aufs gründlichste untersucht hatten, um sicher zu sein, dass ihres immernoch das coolste, größte und am besten ausgestattete war, wagten sie sich auf die immer dazugehörende Wanderung, die Herrn Mauel zu Folge nur 1 bis 1 1/2 Stunden dauern sollte... Anscheinend hatte er sich "etwas verrechnet", denn als die Nachzügler erst nach etwa 5 stunden, also mitten in der Nacht wieder in der Jugendherberge ankamen (man darf doch wohl mal ein wenig übertreiben, oder?!?!), war schon fettes chillen angesagt! Der Versuch Marilyn Monroe wieder unter die Lebendigen zu bringen scheiterte an der Blaskraft (nicht zu verwechseln mit der Gewixxkraft) des Föhns von Elena. Die kreative Phase der Mädels wurde durch diese Niederlage jedoch nicht unterbrochen. Die neuste Idee war eine Sendung names "Hosentausch" an das Management von RTL2 zu verkaufen, die dort im Abendprogramm (ab 12 Uhr) als neue Telenovela ausgestrahlt werden sollte. Einzig und allein um das Niveau dieses Senders zu wahren.

1 Kommentar soulys verlinken 24.6.06 00:41, kommentieren

Liebe…eine Droge

Na… schon mal verliebt gewesen oder gerade verliebt? Oder… schon mal Drogen genommen oder gerade auf Drogen?
Schon mal überlegt wie nah diese beiden Sachen beieinander liegen.
Schon mal darüber nachgedacht wie man sich verhält, wenn man verliebt ist? Was man ausstrahlt, wenn einen plötzlich diese Glückgefühle überkommen? Man will alles positiv sehen, damit dieses Gefühl der Leichtigkeit nicht verschwindet. Dieses Gefühl als wäre man besoffen…auf Drogen! Das Gefühl, das alles in Luft auflösen kann, das alles Schlechte in seinen Schatten stellt…welches jedoch nicht ewig anhält, denn irgendwann schwindet die süße Wirkung der Liebe.
Ein Kater am nächsten Morgen…unheimliche Übelkeit gefolgt von dem schrecklichen Gefühl, dass man fast seine eigenen Gedärme ins Klo kotzen möchte.
Drogen…Liebe...merkst du noch den Unterschied? Doch eines ist bei beiden Punkten wichtig…die Dosierung. Es kommt darauf an, wie man es nimmt und natürlich die eigene Verträglichkeit. Nimmt man es geheim zu sich, damit es niemand erfährt? Das Einnehmen dieser süßen Tropfen des Verlangens, des Begehrens, aber teilweise auch die des Schmerzes.
Man kann sich auch Menschen anvertrauen, genauer gesagt einem ganz bestimmten Menschen anvertrauen…mit dieser Person das erste Mal ein große Dosis nehmen. Das 1. Mal! Das große Auskosten der Liebe, der Droge, das Auskosten der Nähe zu einer bestimmten Person. Die Liebe…die Droge, welche jeder schon einmal genommen hat, an welche jeder schon gedacht hat, viele werden sich wahrscheinlich schon die Finger an ihr verbrannt haben und viele haben gedacht: Nie wieder! Nie wieder das Leben, den Alltag kaputt machen! Stimmt doch! Hast du dir das nicht auch schon mal gedacht und dir geschworen, dich nie wieder zu verlieben? Schon viele haben gesagt, nie wieder werden sie eine Zigarette rauchen, ein Glas Wein trinken, eine Pille nehmen! Nie wieder den Schmerz fühlen! Doch es zu sagen oder sogar aufzuschreiben bringt selten etwas, sie holt eine immer wieder ein: Die Liebe! Egal, ob bei sich, bei Mitmenschen, Freunden oder Fremden, überall sieht man sie, es…überall! Man versucht es zu ignorieren, tut so, als ob es einen nicht interessiert, doch das hilft nicht. Es ist stärker als der Schmerz, der vielleicht noch in einem brennt, stärker als die Erinnerung an die letzte Begegnung mit ihr…der Liebe…einer Droge! Es kann auch zur Sucht kommen, man kann nicht mehr ohne leben, atmen. Man kann sich nicht mehr halten ohne mit einer bestimmten Person zu reden. Der Entzug ist in diesem Stadium das Schlimmste, ohne einen Kuss am Morgen, ohne eine Zigarette am Frühstückstisch. Man fühlt sich zerrissen, das Lebenselixier fehlt, der Stoff. Man denkt an nichts anderes mehr, man denkt nur: Scheiße. Nie mehr das Gefühl erleben, das einen zum Lachen bringt, das einen zum Weinen bringt oder gleich beides zusammen. Man würde über Leichen gehen, um mehr von ihr zu kosten und um mit ihr versorgt zu werden. Man stirbt…egal ob körperlich, tot für immer, oder seelisch. Der Tod ist das Ende, das Ende des Schmerzes, der Trauer, der Freude, des Glückes, des Hasses, der Verachtung. Tot unter den Lebendigen, unter denen, die entweder noch auf der Suche sind oder bereits fündig wurden. Andere sind auch tot…gefühlstot.
Wenn man Glück hat, kommt jemand und erweckt einen zum Leben, doch das hieße, dass alles wieder von vorne anfängt, alles Glück sowie der Schmerz und die Freunde und das zerreißende Gefühl am nächsten Morgen, nach dem Aufstehen.


Franziska Häringer (bearbeitet von Lisa Lehnen); Februar 2006
P.S.: Ich will bloß klar stellen, dass ich noch nie Drogen im Sinne von "Drogen" genommen habe!!! Danke!

7 Kommentare soulys verlinken 25.6.06 20:54, kommentieren